Friedenskonferenz München

Die 18. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2020 ist abgesagt!!

 

Mitteilung an die Medien         16.1.2020

 

Absage der Internationalen Münchner Friedenskonferenz 2020

Unsere Absicht mit der Konferenz 2020 war, unter anderem, das Szenario „Sicherheit neu denken“ bekannt zu machen und zu diskutieren. Das Konzept beschreibt eine politische Strategie, wie die Sicherheit Deutschlands ohne Militär möglich ist.

In den letzten Tagen wurde in den Medien der Vorwurf des Antisemitismus gegen die OrganisatorInnen der Friedenskonferenz implizit und explizit erhoben. Diese Vorwürfe und Unterstellungen haben wir zwischenzeitlich entschieden zurückgewiesen. Trotzdem mussten wir eine weitere Eskalation der Kampagne gegen unsere Veranstaltung in den nächsten Wochen befürchten.

Wir sehen uns nicht in der Lage, die Veranstaltungen der Internationalen Münchner Friedenskonferenz sorgfältig vorzubereiten, und gleichzeitig und zeitnah zu den vielen Artikeln und Kommentaren in den Medien Stellung zu nehmen.

In der derzeitigen Situation können wir die Verantwortung für die Sicherheit der ReferentInnen und der TeilnehmerInnen nicht übernehmen. Der störungsfreie Ablauf der Veranstaltung ist aus unserer Sicht nicht mehr gewährleistet

Der Trägerkreis der Friedenskonferenz hat sich daher entschlossen, die Friedenskonferenz 2020 abzusagen und hat heute dem Herrn Oberbürgermeister, Dieter Reiter, folgendes mitgeteilt:

Es fällt uns nicht leicht, die Veranstaltung abzusagen, weil uns der alljährliche konstruktive Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit wichtig ist.

 

Mit freundlichen Grüßen        für den Trägerkreis                Gudrun Haas,        Thomas Rödl

 

Diese Erklärung wurde mit den folgenden Gruppen des Trägerkreises abgestimmt:

Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverband Bayern;

pax christi im Erzbistum München und Freising;

NaturwissenschaftlerInneninitiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit;

Netzwerk Friedenssteuer Region Bayern;

Projektgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern“ e.V.;

 

Das Friedensgebet der Religionen findet statt!  siehe weiter unten


geplantes Programm, Stand 6.1. 2020

Freitag 7.2., 19:00 Uhr                                     DGB- Haus, Schwanthalerstr. 64                                                

Klimawandel und Krieg. Forum der Jugend auf der Münchner Friedenskonferenz.

Vorträge und Welt Cafe

Auch dieses Jahr findet in München die Sicherheitskonferenz statt. Klimawandel ist hier kein Thema: die Staatschef*innen rüsten auf und befeuern damit bloß die Erderwärmung. Auf dem Jugendforum wollen wir den Zusammenhang von Klimawandel und gewaltsamen Konflikten diskutieren. Im Gegensatz zu den Teilnehmer*innen der Sicherheitskonferenz stehen für uns friedliche und friedenspolitische Maßnahmen im Zentrum. Der Klimawandel führt weltweit zu Extremwetterereignissen, die die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort zerstören. So entstehen Ressourcenkämpfe, die zu grenzüberschreitenden Konflikten werden können und die Stabilität von Staaten bedrohen. Müssen daraus Kriege entstehen? Wie kann eine solidarische weltweite Zusammenarbeit aussehen, die die Ursachen des Klimawandels bekämpft, Folgen mildert und Konflikte zivil regelt? Drei Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis werden uns zu Beginn der Veranstaltung Kurzvorträge als Input geben. Anschließend wollen wir zusammen mit ihnen in kleinen Runden die Themen Klima- und Friedenspolitik diskutieren. Lasst uns der Sicherheitskonferenz eine friedliche und ökologische Perspektive entgegensetzen!

Einstieg:  Gudrun Haas (Trägerkreis Friedenskonferenz):  Warum wir die Internationale Friedenskonferenz veranstalten

Input 1: Clemens Ronnefeldt (Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbundes e.V.):

Brennpunkte Syrien, Irak, Iran. Hintergründe der aktuellen Krisenregion und zivile Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Input 2: Dr. Philip Bedall (Referent des Umweltinstitut Münchens e.V.):

Globale und lokale Auswirkungen des Klimawandels. Was können wir tun, um die Folgen des Klimawandels zu verringern?

Input 3:

Marius Müller: Vorstellung des Projekts „Viva con Agua“

EinladerInnen:  DGB Jugend Region München; Bund Naturschutz Jugend; Kreisjugendring München-Stadt; Trägerkreis Friedenskonferenz.


Sonntag 9.2., 11:30 Uhr                    Friedensgebet der Religionen.                              Pfarrsaal St. Anna  (an der U-Bahn-Station Lehel)

                                                        Juden, Buddhisten, Christen, Muslime, Bahai beten gemeinsam für den Frieden


Freitag 14.2., 19:00 Uhr                     Internationales Forum                                            Altes Rathaus

Prof. Dr. Katajun Amirpur:      Professorin für Islamwissenschaft an der Universität zu Köln

                                                   Perspektiven des Konflikts USA - Iran

Marion Küpker:                        Sprecherin der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt"

                                                   Deutschland und der Atomwaffenverbotsvertrag.

                                                   Die Internationalen Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen (ICAN)

Ralf Becker:                            Projektkoordinator der Initiative „Sicherheit neu denken"

                                                   Vorstellung des Szenarios „Sicherheit neu denken“

                                                   von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik. Ein Szenario bis zum Jahr 2040

    anschließend Diskussion

Gerd Bauz                                Organisationsberater und Mediator, Vorstandsmitglied der Martin-Niemöller-Stiftung                                        

                                                    Einführung und Moderation

Die Saitentratzer und Norisha                            Musikalische Umrahmung

Samstag 15.2., 10:00 bis 12:00, Einlass ab 9:30 Uhr:          Gesprächsforum                              DGB- Haus

mit den ReferentInnen des Internationalen Forums

Samstag 15.2., 19:00 – 21:00, Einlass ab 18:00 Uhr           Aktuelle Diskussionsrunde               DGB- Haus

Polizeikräfte im Konzept „Sicherheit neu denken“ (SnD)

Stefan Maaß (Arbeitsstelle Frieden der Evangelische Landeskirche Baden): Vorstellung der Konzeption der internationalen Polizeikräfte  

Dr.  Annika Hansen (Zentrum für Internationale Friedenseinsätze):    Erfahrungen mit internationalen Polizeimissionen                  

Thomas Rödl M.A.,  (Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, LV Bayern): Polizeikonzept und die Diskussion in der Friedensbewegung   

Moderation                                        Renate Börger

Anschließend Diskussion mit den ZuhörerInnen


Minden, 15.1.2020

Pressemitteilung des Vorstandes des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes zu den Vorgängen um die IMFK 2020

Minden. Der deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes gehört zu den Trägerorganisationen der inzwischen abgesagten Internationalen Münchner Friedenskonferenz 2020. Er bedauert die Absage dieser wichtigen Konferenz, die er seit Jahren begleitet hat.

Im vergangenen Jahr 2019 wie auch im Jahr 2020 war der Versöhnungsbund im Vorbereitungs-/Trägerkreis personell nicht vertreten. Aus Zeitgründen war er als bundesweiter Verband mit ehrenamtlichem Vorstand auch nicht in der Lage, sich an den schnell zu treffenden Entscheidungen der letzten Tage zu beteiligen.

Nachdem der Vorstand des Versöhnungsbundes von der Nicht-Annahme des Grußwortes von Herrn Stadtrat Marian Offman Kenntnis erhalten hatte, bat er die aktiven Mitglieder des Vorbereitungs-/Trägerkreises in München schriftlich, diese Entscheidung zurück zu nehmen.

Wir bedauern, dass dies nicht zeitnah und umgehend geschehen ist und eine Entschuldigung gegenüber Herrn Offman und Herrn Oberbürgermeister Reiter ausgesprochen wurde.

Der Vorstand bedauert auch, dass die Hauptbeteiligten an diesem Konflikt nicht zeitnah nach seiner Entstehung aufeinander zugegangen sind, um im Dialog eine konstruktive Lösung zu finden - was die dann folgenden Presseartikel überflüssig gemacht hätte.

Der Versöhnungsbund bedankt sich ausdrücklich für die über viele Jahre gewährte Gastfreundschaft der Stadt München. In ihren Räumen konnte die Friedenskonferenz entscheidende Stimmen zu Gehör bringen für eine Friedensordnung ohne Gewalt.


Mitteilung des Trägerkreises vom 6.1. 2020:

 

Der langjährige Moderator des Internationalen Forums, Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim internationalen Versöhnungsbund, hat zu Beginn des Jahres 2019 eine eigene Sendereihe im Rahmen von Transparenz TV mit dem Titel „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ anvertraut bekommen, für die er jede Woche ein 45-Minuten- Interview produziert.

Neben seinen weiteren Aufgaben für den Versöhnungsbund war es ihm zeitlich nicht mehr möglich, die Moderation der Internationalen Münchner Friedenskonferenz fortzusetzen, so dass er dem Vorbereitungsteam im vergangenen Jahr mitgeteilt hat, nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger zu suchen, der mit Gerd Bauz gefunden wurde.

Auf der Konferenz 2020 wird Clemens Ronnefeldt verabschiedet  werden.


Schwerpunkt der Friedenskonferenz 2020:

Sicherheit neu denken - von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

ein kompletter Umstieg von der militärischen zu ziviler Sicherheitspolitik ist möglich – das zeigt ein entsprechendes Szenario der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Das Szenario lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 80 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion.

So könnte die OSZE zur polizeilichen Sicherheitsorganisation für Europa ausgebaut und die Bundeswehr komplett zum Technischen Hilfswerk transformiert werden.

Das Szenario zeigt auf, wie wir erprobte Instrumente gewaltfreier Krisenprävention konsequent weiterentwickeln und uns der Möglichkeit einer aktiven gewaltfreien Sicherheitspolitik öffnen können. Und es beschreibt, wie durch eine gemeinsame Kampagne der Zivilgesellschaft und der Kirchen entsprechende Bundestagsbeschlüsse im Jahr 2025 und 2035 vorbereitet werden könnten.

Ralf Becker, Projektkoordinator der Evangelischen Landeskirche in Baden, stellt am Freitag Abend das Szenario und die geplante Kampagne zur Umsetzung des Szenarios vor, die seit 2019 von einem 15-köpfigen Team aus 14 Organisationen vorbereitet wird.

www.sicherheitneudenken.de


Polizeikräfte im Konzept „Sicherheit Neu Denken“ (Snd)

Die aktuelle Runde am 15.2. soll einen Aspekt des Szenarios „Sicherheit neu denken“ intensiver behandeln. Das Konzept sieht vor, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu einer Sicherheitsorganisation aufzubauen, die über Polizeikräfte verfügt. Diese sollen ständig einsatzbereit und durchsetzungsfähig sein. UNO-Friedensmissionen sollen generell als Polizeieinsätze organisiert werden. Diese UNO- Polizeitruppen sollen in allen Fällen zwischenstaatlicher Konflikte und bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingesetzt werden.

Der Trägerkreis der Münchner Friedenskonferenz hat im Manifest „Schutz der Menschenrechte durch Prävention“ ein Konzept für Sicherheitskräfte der UNO skizziert.

http://www.friedenskonferenz.info/index.php?ID=50

In der Friedensbewegung wird im Zusammenhang mit der Forderung nach Abschaffung des Militärs über Polizeikräfte sehr kontrovers diskutiert.

Weiterhin sollen Erfahrungen mit internationalen Polizeimissionen in die Diskussion eingebracht werden.

 


Berichte über die Friedenskonferenz 2019:  http://www.friedenskonferenz.info/index.php?ID=57


Die Friedenskonferenz ist jetzt auf facebook!

Achtung! Klicken Sie nur auf diesen link wenn sie mit den Praktiken von Facebook einverstanden sind.

Wenn Sie bei Facebook sind: Bitte diesem Link folgen,  "Gefällt mir" anklicken, anschließend die Veranstaltung mit vielen Freunden teilen und wenn möglich "Teilnehmen" klicken, dann können Sie auch Freunde selbst einladen. DANKE!


Hinweis:

Das anfertigen von Video- und Tonaufzeichnungen sowie fotografieren kann bei unseren Veranstaltungen nur nach Rücksprache mit und Genehmigung durch den Trägerkeis Friedenskonferenz erfolgen. Veröffentlichungen (Internet) von Videoaufnahmen können nur nach Genehmigung durch den Trägerkreis erfolgen.

Das Alte Rathaus der Stadt München am Marienplatz, hier findet das internationale Forum statt.

Der Zugang befindet sich in der Passage links.

Postanschrift: Marienplatz 15

Achtung: Hunde sind leider nicht erlaubt!

 

 


Übersicht Themen und ReferentInnen der Münchner Friedenskonferenz 2003- 2014
Artikel von Thomas Rödl zur Entstehung und zum politischen Umfeld der Münchner Friedenskonferenz
Beobachtungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 von Prof. Mohssen Massarrat
 
Eindrücke von der Sicherheitskonferenz 2016

 

Trägerkreis der Friedenskonferenz:

 


Organisation und Koordination:
Der Trägerkreis in Zusammenarbeit mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk zur Förderung der Friedensarbeit der DFG-VK Bayern (Geschäftsführer: Thomas Rödl)
Koordinationsbüro des Trägerkreises, c/o DFG-VK Bayern, Schwanthalerstr. 133,
80339 München, Tel 089 - 89 62 34 46; Fax 089 - 834 15 18; E-Mail: muenchen@dfg-vk.de

 


Wir bitten um Spenden zur Finanzierung der Friedenskonferenz!

Ihr Beitrag wird es uns ermöglichen, auch im nächsten Jahr eine internationale Friedenskonferenz durchzuführen!
Konto No. 82 171 20 800, des Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerkes e.V.,
bei der GLS- Bank, BLZ 430 609 67 , Stichwort „Friedenskonferenz“ (Spenden steuerlich absetzbar)
IBAN: DE37 4306 0967 8217 1208 00 ; BIC: GENODEM1GLS
Bitte teilen Sie uns Ihre Adresse mit, bzw. stellen Sie sicher, daß auf dem Überweisungsbeleg Ihre komplette Adresse mitgeteilt wird, wenn Sie eine Spendenquittung benötigen!
Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen, die die Durchführung der Konferenz ermöglichen!

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München

 


Wir danken den UnterstützerInnen:
Katholischer Fonds; Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK; Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung; Augsburger Friedensinitiative; FI Bad Tölz; Münchner Friedensbündnis; Arbeitsstelle KoKon der Ev. Landeskirche; Ökumenisches Netz Bayern;  sowie weiteren EinzelspenderInnen.

 

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