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"Frieden und Gerechtigkeit gestalten - Nein zum Krieg"Internationale Münchner Friedenskonferenz
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Infos zu den ReferentInnenProf. Dr. Hans-Peter Dürr
"Krieg ist heutzutage nicht mehr Krieg, sondern Massaker, und es gibt keine gerechten Massaker. Zu behaupten, es gäbe keine Alternative, ist ein Zeichen von Phantasielosigkeit".Prof. Dr. Hans-Peter Dürr studierte Quantenphysik und promovierte bei Edward Teller in Berkeley. 1978 wurde er Werner Heisenbergs Nachfolger als Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik und des Werner-Heisenberg-Insitutes für Physik in München. H.-P. Dürr gründete 1987 in Starnberg die Organisation Global Challenges Network (CGN). Im selben Jahr erhielt er den Alternativen Nobelpreis für seine fundierte Kritik an der von Ronald Reagan 1983 ins Leben gerufenen Strategischen Verteidigungsinitiative und für seine Bemühung, hoch entwickelte Technologien für friedliche Zwecke nutzbar zu machen. Das GCN knüpft ein weltweites Netz aus Projekten, Gruppen und Initiativen, um gemeinsam globale Probleme zu bewältigen, die unsere Umwelt und damit uns bedrohen. Für den Physiker, der sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaften, der möglichen Verbindung von Ökologie und Ökonomie und Fragen der Abrüstung und Friedensforschung beschäftigt, ist die Natur der perfekte Lehrmeister für ein zukunftsfähiges Zusammenspiel. Er ist Mitglied des Club of Rome sowie von Pugwash, einer Forschungs- und wissenschaftskritischen Gruppe, die Themen der öffentlichen Sicherheit und aktuelle Friedenspolitik diskutiert und 1995 den Friedensnobelpreis erhielt. Für sein eigenes Engagement erhielt Dürr 1987 den Alternativen Nobelpreis und 2004 das große Bundesverdienstkreuz. Für Prof. Dürr liegt in dieser Auszeichnung eine ganz besondere Würdigung: "Ich bin nur ein Stellvertreter für die große Menge zivilcouragierter Bürgerinnen und Bürger, die als 'Dritte Kraft' im Staat, neben der Politik und der Wirtschaft, auf vielfältige Weise Verantwortung übernommen haben. Diese Kräfte sind nicht mehr wegzudenken aus unserer Weltgesellschaft. Mehr noch - sie sind die eigentlichen Garanten für die Entstehung gewaltfreier, gerechter und im Einklang mit der Natur operierender Zukunftsoptionen, weil diese das Leben zukünftiger Generationen vor Augen haben und nicht nur Gewinnmaximierung und kurzzeitige Wahlerfolge" (aus dem Porträt des Global Challenges Network, www.gcn.de/hpd.html). Im vergangenen Jahr hat die Stadt München auf Vorschlag des Ältestenrates Prof. Dürr das Ehrenbürgerrecht verliehen. Kontakt: |