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"Frieden und Gerechtigkeit gestalten - Nein zum Krieg"Internationale Münchner Friedenskonferenz
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Aufruf zur Friedenskonferenz 2009"Nie wieder Krieg!" - Eine Forderung, populär und nahezu unumstritten im Nachkriegsdeutschland - dennoch stehen heute wieder deutsche SoldatInnen in vielen Teilen der Welt! Gehört derartiges Handeln wirklich zu den "normalen" Aufgaben eines Landes? Wir fragen genau das: Ist Krieg wirklich "normal" und gehört unvermeidlich dazu? Viele der an der "Sicherheits"-Konferenz beteiligten Politikerinnen und Politiker erklären, es ginge um die Sicherheit der Bevölkerung ihrer Länder. Um diese Sicherheit zu sichern vergrößern sie die Militärpotentiale, vereinbaren verstärkte internationale Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet und intervenieren in immer mehr Ländern der Erde. Seit 7 Jahren steht deshalb Deutschland mit seiner Militärmaschinerie in Afghanistan. Was diese dort tut, wird - mit dem Hinweis auf die Aufbauarbeiten - als Beitrag zur Befriedung des Landes bezeichnet. Unsere Regierung weigert sich beharrlich, die Situation in Afghanistan als Krieg zu bezeichnen - selbst entgegen entsprechender Äußerungen des ehemaligen Verteidigungsministers Volker Rühe.* Die "notwendigen Kampfhandlungen" gegen die Taliban bleiben eine Chiffre, die die zahllosen Opfer unter der afghanischen Zivilbevölkerung ausblendet. Nachrichten über Bombardierungen und Situationen, in denen geschossen wird - auch auf Zivilpersonen und durch unsere Militärs -häufen sich. Uns aber will man glauben machen, in Afghanistan würde der Frieden hergestellt und damit auch für unsere Sicherheit gesorgt. Militärische Anti-Terror-Operationen fordern zivile Opfer und schaffen neue Feinde der Besatzungstruppen. Gleichzeitig vernehmen wir verstärkt Warnungen vor Anschlägen auch in unserem Land. Damit einher gehen weit reichende Einschränkungen unserer Bürgerrechte, wie u. a. das neue Versammlungsgesetz in Bayern deutlich zeigt. Um welche Sicherheit geht es aber dann, wenn für die Menschen hier wie dort das Leben unsicherer wird? Interventionskriege dienen doch offensichtlich dem Zugriff auf Rohstoffe und dem Ausbau von Machtpositionen. Durch Interventionspolitik und die damit verbundene Hochrüstung werden Ressourcen vergeudet und immer neue Konfliktherde geschaffen. Ein Umsteuern ist möglich!Die "Internationale Münchner Friedenskonferenz" beschäftigt sich seit Jahren mit der Überwindung des überholten Sicherheitsdenkens durch militärische Dominanz. Wir stellen Ansätze und Wege vor, wie Frieden und gemeinsame Sicherheit durch Interessensausgleich erreicht werden kann, wobei kulturelle und religiöse Unterschiede mit einbezogen werden. Es gibt detaillierte Konzepte für zivile Konfliktbearbeitung im gesellschaftlichen Bereich und ermutigende Erfahrungen auf internationaler Ebene. Für diese vom Militär unabhängige zivile Konfliktarbeit in Krisenregionen mangelt es aber nach wie vor an ausreichender politischer und finanzieller Unterstützung. Frieden und Sicherheit erwachsen aus Interessensausgleich und Gerechtigkeit. Der Einsatz für politische und soziale Gerechtigkeit sowie für die Erhaltung der Umwelt ist natürlicher Bestandteil der Friedensarbeit. Wir setzen uns mit unserem Handeln und der Internationalen Münchner Friedenskonferenz dafür ein, dass die Menschen friedlich in sozialer Gerechtigkeit miteinander leben und verantwortlich mit der Natur umgehen. Erstunterstützer Aufruf Friedenskonferenz 2009
Stand 23.10.08
Trägerkreis: Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverband Bayern; Internationale kath. Friedensbewegung pax christi im Erzbistum München und Freising; Internationaler Versöhnungsbund Deutscher Zweig e.V.; Friedensinitiative Christen in der Region München e.V.; NaturwissenschaftlerInneninitiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit; Netzwerk Friedenssteuer Region Bayern; Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern"; Kreisjugendring München Stadt; Bund Naturschutz Kreisgruppe München e.V.; Netzwerk gewaltfreie Kommunikation München e.V. |